Während einer Kreuzfahrt im Orient steht für viele ein Besuch einer Wüste auf dem Pflichtprogramm. Da aber auch die einzelnen Städte während der Reise wie Dubai und Abu Dhabi einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten haben, empfiehlt sich der Oman als tolle Alternative. Das Land bietet landwirtschaftlich einige Highlights. Angefangen bei idyllischen Oasen-Städten über spektakuläre Gebirgsformationen bis hin zu endlosen Wüsten – hier gibt es einiges zu sehen. Die Wahiba Sands Wüste im Oman zählt zu den schönsten Sand-Wüsten im Orient, sodass wir uns während unseres Aufenthaltes in Muscat für eine Jeep-Safari in selbige entschieden haben. Ob sich die Tour lohnt, verraten wir euch in folgendem Bericht.

Die Hafeneinfahrt in den Hafen von Muscat. Ein echtes Highlight!

Unser Ausflugsvideo zur Tour

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Bei der Wahiba Sands Jeeptour handelt es sich um einen Ganztagesausflug im Hafen von Muscat. Ein frühes Aufstehen ist folglich unabdingbar, fällt aber aufgrund der wirklich schönen Hafeneinfahrt in den Hafen von Muscat nicht schwer. Doch bitte seid euch bewusst, dass euch hier deutlich längere Fahrtzeiten zu der Wüste erwarten wie beispielsweise in Dubai oder Abu Dhabi. Dank der jedoch sehr sehenswerten Landschaften des Omans, verging die Fahrtzeit relativ schnell. Für ungeduldige Urlauber ist die Tour aber nur eingeschränkt zu empfehlen, da man einen großen Anteil des Tages nur im Jeep verbringt. Direkt nach dem Frühstück ging es für uns auch schon zum Treffpunkt der Tour in der AIDA-Bar. Zunächst wurden die Ausflugsteilnehmer in kleinere Gruppen aufgeteilt und so den einzelnen Jeeps zugewiesen. Wir hatten “Glück”, denn wir mussten uns den Jeep mit niemanden teilen und hatten so freie Platzwahl in unserem Gefährt für den Tag. Für Familien interessant: Maximal vier Personen können zusammen in einen Jeep, wobei es bei voller Belegung auf der Rückbank sicher auch etwas unbequem werden könnte.

Während unserer Reise wurde der Ausflug abgeändert und wurde anders durchgeführt als zunächst beschrieben. Am Vortag erhielten wir per Bordpost die Information, dass der Stopp in einem Wüstencamp durch einen Aufenthalt in einem Beduinencamp ersetzt werden muss. Ob inzwischen wieder das ursprüngliche Wüstencamp angefahren wird, wissen wir leider nicht.

Nach der Zuteilung des Jeeps, ging es mit der Landgangskarte im Gepäck anschließend von Bord, wo unser Fahrer bereits auf uns wartete. Nach einer kurzen Vorstellung des Fahrers ging die Fahrt in Kolonne durch die überaus beeindruckende Landschaftskulisse des Oman los. Die Fahrt bis in die Wahiba Sands Wüste dauert gut drei Stunden. Ein Toilettenstopp wurde während der Fahrt natürlich eingelegt bevor es in die Wüste ging. Kurz darauf wurde die Luft aus den Reifen der Jeeps abgelassen, damit die Fahrt in die Wüste beginnen konnte. Die Fahrt durch die Wüste ist äußerst unterhaltsam. Es geht auf und ab durch die über die Wüstendünen, bevor wir unseren ersten Zwischenstopp an einer kleinen Kamelfarm erreichten. Die Tiere lassen sich hier aus nächster Nähe begutachten und auch streicheln. Einige Vierbeiner liefen sogar frei umher und reagierten neugierig auf die angereisten Gäste vom Schiff. Nachdem alle ihre Fotos von den Kamelen geschossen haben und sich die Beine vertreten hatten, ging die Wüstensafari weiter und die Sanddünen wurden immer größer und imposanter. Sand peitschte an die Fenster unseres Jeeps, aufgewirbelt von den durchdrehenden Reifen. Es war ein heiden Spaß und zum Glück wurde uns durch die wilde Fahrt auch nicht schlecht.

Auf einer besonders hohen Düne wurde der nächste Zwischenstopp für gut 15 Minuten eingelegt. Hier hatten wir die Möglichkeit weitere Fotos zu schießen und die nähere Umgebung etwas zu entdecken. Von der Düne aus hat man einen erstklassigen Blick über die Wüste, die vollkommen ruhig vor uns lag und einen ruhigen Kontrast zu dem Stadtaufenthalt zuvor in Dubai darstellte. Im direkten Vergleich fanden wir die Wahiba Sands auch deutlich imposanter als die Wüste bei Dubai, die wir 2014 besucht hatten, auch wenn die Fahrtzeit um einiges länger war.

So langsam knurrte aber auch unser Magen und passend dazu legten wir nach der Abfahrt von der Sanddüne einen Zwischenstopp in einem kleinen Beduinen-Camp ein. Hier wurde uns ein Lunch-Paket übergeben und wir konnten lokale Spezialitäten wie Datteln und Kaffee kosten. Frauen konnten sich zudem ein Henna-Tattoo malen lassen. Allerdings waren die Endergebnisse weniger überzeugend, sodass man sowas lieber in Dubai oder Abu Dhabi machen lassen sollte. Viel mehr gab es in dem Camp leider nicht zu sehen. Etwas schade, da bei dem ursprünglich angedachten Stopp im Wüstencamp wohl auch Sandboarding und Kamelreiten möglich gewesen wären.

Nach dem Mittagessen ging die Fahrt dann zurück zu unserem ersten Zwischenstopp wo die Jeeps wieder straßentauglich gemacht wurden und ein Besuch der Toiletten möglich war. Zum Abschluss der Tour gab es noch einen etwa 45-minütigen Aufenthalt in dem alten Dorf Al Mudayrib. Hier konnten wir wahlweise in der Gruppe oder auf eigene Faust Erkundungen unternehmen. Zu sehen war unter anderem eine alte Festung und Teile der ursprünglichen Wasserversorgung des Ortes. Insgesamt wirkte der Ort aber etwas gespenstisch und fast komplett verlassen, da kaum Menschen auf den Straßen zu sehen waren. Interessant war der kurze Abstecher aber dennoch. Nach dem Zwischenstopp begann dann mit der Rückfahrt in den Hafen von von Muscat unsere letzte Etappe des Ausflugs und am Ende waren wir froh endlich wieder auf dem Schiff zu sein, welches in der Abenddämmerung bereits auf uns wartete.


Fazit: Empfehlenswert!

Die Jeep Safari in den Wahiba Sands Wüste im Oman ist ein schöner Ausflug. Bevor ihr euch für den Ausflug entscheidet, sollte euch allerdings bewusst sein, dass sich die Tour aufgrund der langen Fahrtzeiten etwas streckt und dadurch deutlich anstrengender ist als eine Wüstensafari in Dubai oder Abu Dhabi. Wer damit kein Problem hat, bekommt vor allem eine landschaftlich schöne Tour geboten und eine tolle Wüste geboten. Etwas schade fanden wir, dass unser Ausflug kurzfristig abgeändert wurde und wir so nicht wie zuerst geplant auch Sandboarden konnten, da wir uns darauf gefreut hatten. Insgesamt wirkte das Beduinen-Camp einfach etwas minderwertiger als das zunächst angepriesene Wüstencamp, wodurch die Tour für uns nicht ganz perfekt, aber dennoch empfehlenswert war. Wer in Muscat noch keine Idee für einen Ausflug hat und sich nicht die Stadt anschauen möchte, hat mit der Wüstensafari mit Sicherheit eine schöne Alternative zur Auswahl. 


Reiselustig | AIDA Fan | Motorsportbegeistert | Schreiber bei Kreuzfahrt-Trend.de