Schon lange stand auf meiner Bucket-List eine Reise nach Prag und da mein 65. Geburtstag anstand, dachte ich:
Das ist der perfekter Zeitpunkt! Daher nehme ich euch an dieser Stelle mit auf unsere Kurzreise nach Prag.
Anreise & Hotel der Reise
Im Voraus buchten Tom und ich ein Doppelzimmer im Design-Hotel „CUBE“, ein sehr schönes Hotel mitten im historischen Zentrum von Prag. Das Hotel hat einen modernen Stil mit einem großzügigen Foyer sowie einen nett gestalteten Innenhof mit Sitzmöbeln. Sämtliche Mitarbeiter waren super freundlich und hilfsbereit. Das Frühstück war perfekt, leider habe ich versäumt vom Buffet, welches keine Wünsche offen lässt, ein paar Fotos zu schiessen, aber ich kann euch versichern, dass die Auswahl und Qualität gut war.
Unser Zimmer hatte alles was man zum Wohlfühlen braucht, inklusive Klimaanlage, Kaffeemaschine samt Kaffeekapseln, Wasserkocher, Teebeutel, Wasser still & spritzig (neue Flaschen konnte man sich stets an der Rezeption holen), im Bad standen täglich neue Pflegeprodukte bereit.
Angereist sind wir mit Auto (Achtung: Hier nicht versäumen eine Vignette zu lösen, diese kostet für 10 Tage ca. 300 CZK).
Nachdem wir im Hotel eingecheckt, das Auto in der Tiefgarage geparkt und den Koffer im Zimmer verstaut hatten, ging es zu Fuß auf Tour, denn ich hatte im Vorfeld etliche Ziele herausgesucht, die wir in den drei Tagen erkunden wollten.
Skulpturen von Michal Trpák & David Černy
Vom Hotel ging’s zuerst Richtung Nove Mesto, hoch über der Kreuzung der Straßen Na Zbořenci und Odboru hängen die Skulpturen „Mann mit Regenschirm und Koffer“ und „Frau mit Regenschirm“ – zwei wunderliche Installationen des Künstlers Michal Trpák. Gleich um die Ecke krabbelt zudem eine riesige Fliege die Häuserwand entlang. In Prag muss man wirklich oft nach oben schauen, denn es gibt so viel zu bestaunen. Weiter ging’s vorbei am alten Rathaus und dem Brunnen mit der Statue des Heiligen Josef im mittelalterlichen Prager Neustadtviertel.
Nächster Stop: Einkaufszentrums Máj, hier hängen an der Fassade riesige „Spitfire-Schmetterlinge“ von David Černý. Ihre Flügel bewegen sich alle 30 Minuten und leuchten im Dunkeln. Für uns ging’s im Einkaufszentrum hoch hinauf in‘s Fly Vista. Hier hat man einen fantastischen 360 Grad-Blick über Prag. Auch ein Abstecher in die Rooftop-Bar samt Restaurant ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Wegen der hohen Temperaturen werden in Prag stark frequentierte Plätze und Straßen „gezielt gekühlt“…eine Wohltat, auch wenn im Anschluss die Brille geputzt werden musste.
Nächstes To-do war der „Franz-Kafka-Kopf“ vom Künstlers David Černý. Die knapp 11 Meter hohe kinetische Skulptur steht auf dem Platz vor dem Einkaufszentrum Quadrio und besteht aus 42 unabhängig voneinander rotierenden Edelstahlplatten, die sich zur vollen Stunde 15 Minuten lang bewegen und immer wieder Kafkas Gesicht formen.
Die Skulpturen von David Černý sind in Prag Anziehungspunkte, uns zog es deshalb weiter zur berühmten Lucerna-Passage im faszinierenden Jugendstil-Charme. Hier befindet sich auch das Kino LUCERNA, dem ältesten noch aktiven Kino in Prag.
Unter der großen Glaskuppel der Passage hängt „Das umgedrehte Pferd“, auch eine Skulptur des David Černý, die den heiligen Wenzel auf dem Bauch seines toten Pferdes reitend darstellt – eine sarkastische Parodie auf das berühmte Wenzelsdenkmal.
In angenehmer Atmosphäre haben wir lecker im „Spejle“ (Spieß) in der Jindřišská 937/16 zu Abend gegessen. Direkt von den Vitrinen bedient man sich mit kalten und warmen Köstlichkeiten, natürlich gibt es auch für süße Leckermäulchen eine köstliche Auswahl. In den Speisen stecken ein, maximal zwei Spieße. Je mehr Spieße zum Schluss auf dem Teller liegen, desto höher die Rechnung. Jeder Spieß „kostet“ kostet 39 CZK, dazu kommen die Getränke. Nach dem Essen ging’s zum Wenzelsplatz und im Anschluss bummelt wir langsam zum Hotel zurück, GLÜCKLICH, trotz schmerzender Füße.
Zweiter Tag in Prag: Veitsdom, Prager Burg und mehr
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel ging’s per Straßenbahnlinie 22 zur Prager Burg. Ein 24-Stunden-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel (U-Bahn, Busse, Straßenbahnen und die Petřín-Standseilbahn) kostet 150 CZK, wobei Kinder und Senioren ermäßigt fahren, für Senioren ab 65 Jahren ist die Fahrt sogar komplett kostenlos.
Das Burg Ticket für den Hauptrundgang kostet 450 CZK, das für die Besteigung des großen Südturms vom Veitsdom 200 CZK. Auch hier gibt es wieder diverse Ermäßigungen.
Auch wenn der Aufstieg auf den fast 100 Meter hohen „Großen Südturm“ mit den 287 Stufen echt anstrengend war, wurden wir mit einem herrlichen Panoramablick über die Stadt belohnt.
Von der Burganlage schlenderten wir durch die Schloss-Gärten weiter zur Karlsbrücke und gönnten uns unterhalb der Brücke auf der Insel Kampa eine Verschnaufpause sowie eine köstliche Kleinigkeit.
Die Insel Kampa wird vom Rest der Prager Kleinseite durch einen künstlich angelegten Kanal getrennt.
Auf der Insel gibt es einen weitläufigen Park, etliche Restaurants und das Kampa Museum. Auf dem Gelände des Museums befinden sich die riesigen Baby-Skulpturen des tschechischen Künstlers David Černý.
Natürlich wollte ich auch die berühmte astronomische Uhr am Altstädter Rathaus anschauen, wo zu jeder vollen Stunden die 12 Apostel der Reihe nach in Erscheinung treten. Von dort aus bummelten wir zu unserem letzten Tagesziel, dem „Dancing House“. Hier ließen wir in der Rooftop-Bar den Abend eines wunderschönen Tages ausklingen.
Prag, Tag 3:
Der 3. Tag in Prag startete mit heftigen Regenschauern. Egal, es gibt ja Schirme und der Regen tat nach den sehr heißen Tagen einfach gut. Nach einem leckeren Frühstück ging’s in das „Museum der Illusionen“. Der Eintritt kostet 350 CZK, wobei es auch hier etliche Ermäßigungen gibt. Nach dem ersten Rundgang war ich leicht irritiert, ich vermisste bestimmte Attraktionen, die ich mir im Vorfeld zwecks Fotografieren ausgeguckt hatte. Später zuhause entdeckte ich, dass es ein Museum der Illusionen und ein Museum der PHANTASTISCHEN Illusionen gibt.
Nichtsdestotrotz waren die diversen Exponate der Illusions- und Trickkunst sehr gut gemacht. Im Anschluss ließen wir uns durch die Straßen treiben mit dem Ziel, der St. Nikolaus Kirche einen Besuch abzustatten. Leider durften wir in der
berühmtesten Barockkirche Prags keine Fotos machen, da wir während eines Gottesdienstes dort waren. So bewunderten wir die Deckenfresken in der Kuppel sowie den Seitenkapellen, lauschten dem Orgelspiel und dem Gesang.
Danach hatten wir noch ein „Date“ mit der mythischen Lilith. Hierfür nutzten wir die Straßenbahn Nummer 24 zur Invalidovna. Die 24 Meter hohe Frauenstatue aus poliertem Chrom-Nickel-Stahl ist ebenfalls vom Künstlers David Černý , irgendwie haben es mir seine Kunstwerke angetan. Die Lilith befindet sich im trendigen Viertel Karlín, sie ist 35 Tonnen schwer und dreht ihren Kopf immer nach Mitternacht um 180 Grad, leider konnten wir nicht solange warten 😅, denn zum Abendessen hatten eine Reservierung im ALMA.
Das Restaurant gehört zum Cube Hotel, befindet sich allerdings nicht im gleichen Haus, ist aber nur ein „Katzensprung“ entfernt um die Ecke zu erreichen. Der Fokus vom ALMA liegt auf lokalen und saisonalen Zutaten, die in dem Restaurant mit offener Küche zubereitet werden. Des Weiteren gibt es ein Café, eine innovative Cocktailbar, die zu den besten Europas zählt und eine Weinstube mit idyllischem Innenhof. Wir haben die kulinarischen Leckerbissen sehr genossen und können das ALMA wärmsten empfehlen.
Den Kalorien vom Abendbrot sagten wir mit einer einstündigen Tretboot-Fahrt (Kostenpunkt=20,-€) auf der Moldau „den Kampf“ – dies war der perfekte Abschluss unseres Städtetrips. Für mich war es die erste Erkundung dieser wunderschönen Stadt, ich habe die drei Tage so sehr genossen und konnte alle Punkte auf meiner Wunschliste abhaken. Mittlerweile hätte
ich aber bereits wieder neue Ziele in Prag.












